Black Abstract Background
Black Abstract Background

MEMOIR STORIES

WETTER-UPDATE: REGEN

Eine Reise in die Vergangenheit

Fahrer-Team-Kombinationen und spektakuläre Fahrstile sorgen für mitreißende Momente. Doch wie sieht es mit den Rennstrecken selbst aus? Mit idyllischen Kulissen oder atemberaubenden Kurven hat jede Strecke ihren eigenen Charakter – der durch eine entscheidende Zutat noch verstärkt wird: das Wetter! Der GROSSE PREIS VON KANADA 2011 ist wohl das bemerkenswerteste Rennen mit wechselnden Bedingungen. Jenson Button musste sechs Boxenstopps einlegen, war in zwei Unfälle verwickelt und sicherte sich in der letzten Runde den Sieg, nachdem Sebastian Vettel auf dem feuchten Asphalt ins Rutschen geraten war. Zehn Jahre zuvor, in Malaysia, fegte ein Monsun über die Strecke und sorgte für die chaotischsten Runden in der Geschichte der FORMEL 1. Regen ist die häufigste Variable, und insbesondere Meisterschaften wurden in entscheidenden Momenten durch ihn entschieden, wie beispielsweise beim Showdown des GROSSES PREISES VON JAPAN 1976.

Jenseits aller Grenzen

Das Jahr war geprägt von der Rivalität zwischen den Freunden James Hunt und Niki Lauda. Hunt hatte einen enttäuschenden Saisonstart, während Lauda bis Mitte des Jahres dominierte. Nach Laudas lebensbedrohlichem Unfall auf dem Nürburgring kämpfte sich Niki Hunt nach nur 41 Tagen zurück in die Startaufstellung. Hunt hatte die Verbesserungen an seinem Auto genutzt und den Abstand zur WELTMEISTERSCHAFTSFÜHRUNG verringert. Japan: Lauda gegen Hunt, Ferrari gegen McLaren. Der erste GRAND PRIX in Asien startete später als geplant. Starkregen und dunkle Wolken verhinderten den Start. Nach über einer Stunde und unter ähnlichen Bedingungen wurde schließlich der Start freigegeben. Hunt übernahm die Führung, und in Runde 2 kehrte Lauda an die Box zurück. „Das ist Wahnsinn, das ist Rennen jenseits jedes vernünftigen Risikos“, sagte der Österreicher nach seinem Ausscheiden. Trotzdem hielt Hunt tapfer an der Spitze fest, bis seine Reifen nachließen. Platz vier hätte ihm genügt, doch dann zwang ihn ein Reifenschaden vier Runden vor Schluss zum Boxenstopp.

Der WELTMEISTER ist…

Hunt, nun auf Platz fünf, musste weiterkämpfen. Er gab alles, kämpfte sich durch das Aquaplaning und überholte Jones und Regazzoni erneut. Er überquerte die Ziellinie als Dritter, ahnte aber noch nichts von seinem Erfolg. Das Endergebnis war zunächst unklar, und er schimpfte mit seinem Team wegen des verspäteten Boxenstopps. Doch bald klärte sich alles auf, und James Hunt feierte seinen einzigen Fahrer-WM-Titel. Dieses Rennen krönte somit eine dramatische, hart umkämpfte FORMEL-1-Saison mit einem filmreifen Finale. Bekanntlich erschien 2013 ein Film, der die Rivalität zwischen Hunt und Lauda genauer beleuchtete. Ein kurioses Detail ist die schnellste Runde des japanischen Rennens, die Mario Andretti fuhr. Der Fahrer, der sie gefahren war, Masahiro Hasemi, wurde während dieser gezeiteten Runde dreimal überholt. Jacques Laffite, der tatsächlich der Schnellste war, wurde zwar lokal anerkannt, die Korrektur wurde aber erst Jahrzehnte später öffentlich bekannt!
WYSIWYG Web Builder

© MICHAEL MONTAGNA 2026